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Frauen in die Technik

© FEEIJede sechste Studentin an FH Technikum Wien ist weiblich. Im Vorfeld des diesjährigen Frauentages wurde von der FH Technikum Wien und dem Fachverband der Österreichischen Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI) zum zwölften Mal das Stipendium „1.000 Euro statt Blumen“ an sechs erfolgreiche Studentinnen vergeben. Die Preisträgerinnen erhalten je 1.000 Euro sowie die Studiengebühren für ein Jahr. Darüber hinaus begleiten Mentorinnen aus der Wirtschaft die Nachwuchstechnikerinnen zum vierten Mal auf ihrem Karriereweg.

„Dank Entwicklungen wie dem Internet of Things (IoT) und Trends wie Elektromobilität oder alternative Energien wächst unsere Branche stetig und sucht händeringend nach qualifizierten Technikerinnen und Technikern. Frauen bringen zudem andere Sichtweisen, Ideen und Erfahrungen ein und fördern die Kommunikation. Gemischte Teams sind erwiesenermaßen produktiver als rein männliche “, erklärt Lothar Roitner, Geschäftsführer des FEEI.Vom Mentoring profitieren beide Seiten: Die Studentin bekommt Einblicke ins Unternehmen und die Mentorin erhält persönlichen Kontakt zu High Potentials der Fachhochschule. „Männer treffen sich zum Golf-Spielen und pflegen ihre langjährigen beruflichen Kontakte. Auch Frauen müssen sich besser vernetzen und gegenseitig mehr unterstützen. Unser Mentoring-Programm ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Diese Verleihung ist eine von mehreren Veranstaltungen zur Förderung von Frauen in der Technik im Rahmen des Weltfrauentages“, so Gabriele Költringer, Geschäftsführerin der FH Technikum Wien.

 
Unternehmen und Mentorinnen 2018: 
 
AT&S: Claudine Hörmann-Göttersdorfer, Head of Global Recruitment AT&S AG
avantsmart: Hemma Bieser, Gründerin und Geschäftsführerin
Robert Bosch AG: Paula L. Herzog, Projektleiterin
Siemens Healthcare Diagnostics GmbH
Thales Austria GmbH: Cathrin Astl, Mitglied der Geschäftsführung, Leitung RAMS & Validation (Tätigkeitsbereich Transport)
TTControl GmbH: Christiana Seethaler, Director R&D (Bereichsleitung Entwicklung)


Studiengänge mit hohem Frauen-Anteil
 
Die FH Technikum ist die einzige rein technische Fachhochschule in Österreich. Aufgrund dieser Ausrichtung liegt der Frauenanteil unter Studierenden bei lediglich 18 Prozent. Daher werden verstärkt Maßnahmen wie „1.000 Euro statt Blumen“ gesetzt. Seit Jahren gibt es einen Wachstumstrend, wenn auch nur um wenige Prozentpunkte. Einige Studiengänge sind aber besonders beliebt bei Studentinnen: der Master Tissue Engineering and Regenerative Medicine (64% weibl. Studierende) und der Master Technisches Umweltmanagement und Ökotoxikologie (67% weibl. Studierende) stechen hier heraus. Bei den Bachelor-Studiengängen liegt Biomedical Engineering mit 33% Frauenanteil an der Spitze. „Mit dem Stipendium möchten wir den Frauen Mut für ein technisches Studium machen und ihnen den Weg ins Berufsleben erleichtern“, so Fritz Schmöllebeck, Rektor der FH Technikum Wien.
 
Gewinnerinnen 2018:
 
Lisa Kirchhofer, Bachelor Informatik – Leistungsstipendium
Francoise Porchet, Master Intelligent Transport Systems – Leistungsstipendium
Maya Rainer, Master Software Engineering – Leistungsstipendium
Stephanie Kump, Bachelor Maschinenbau – Leistungsstipendiu
Carina Kollaritsch, Master Erneuerbare Urbane Energiesysteme – Stipendium  „Vereinbarkeit von Beruf und Studium"
Azin Omid, Master of Biomedical Engineering  – Stipendium  „Vereinbarkeit von Familie u. Studium“

Die FH Technikum Wien wurde gegründet, um Menschen für ein technisches Studium zu begeistern und auf die Nachfrage nach technischen Spitzenkräften in der Industrie zu reagieren. In den 23 Jahren ihres Bestehens hat sie 9.000 Absolventinnen und Absolventen hervorgebracht. Aktuell studieren mehr als 4.800 Menschen an Österreichs einziger rein technischer Fachhochschule. Die FH ist ein Netzwerkpartner des FEEI – Fachverband der Elektro-und Elektronikindustrie.

 

Im Bild: Michaela Leonhardt, Paula Herzog, Claudine Hörmann-Göttersdorfer, Angelika Ott, Christiana Seethaler, Gabriele Költringer, Stephanie Kump, Lothar Roitner, Lisa Kirchhofer, Maya Rainer, Hemma Bieser, Carina Kollaritsch, Francoise Porchet, Cathrin Astl, Asin Omid, Fritz Schmöllebeck 

8.3.2018