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.Modellregionen
Vlotte (Vorarlberg)
Teilnehmer und Ziele
Die "Vorarlberger Elektroautomobil Planungs- und Beratungs GmbH (VEA)“ - eine Tochter der VKW - ist hauptverantwortlich für die Umsetzung und Betreuung von VLOTTE und fungiert als Drehscheibe für alle Umfeldpartner, die für eine erfolgreiche und wirkungsvolle Durchführung von VLOTTE notwendig sind:
Struktur Modellregion VLOTTE
- illwerke vkw
- Land Vorarlberg
- Energieinstitut Vorarlberg
- Vorarlberger Verkehrsverbund
- Vorarlberger Landesversicherung
- Raiffeisen Leasing
- ÖAMTC
- TU Wien
- Autohaus Rohrer Rankweil
Die "Vorarlberger Elektroautomobil Planungs- und Beratungs GmbH“ recherchiert weltweit die verfügbare Technologie elektrischer Fahrzeuge und bringt praxistaugliche Lösungen. Darüber hinaus sorgt die Gesellschaft für den Aufbau eines Service- und Vertriebsnetzes, einer zweckmäßigen Ladeinfrastruktur und für die Bereitstellung des Stroms aus zusätzlichen erneuerbaren Energiequellen. Die Gesellschaft hat das Ziel, den Vorarlberger Markt für Elektrofahrzeuge aufzubauen, indem durch praktische Anwendungen Erfahrungen gesammelt werden und alle Voraussetzungen für eine rasche Marktdurchdringung dieser Technologie bis zu dem Zeitpunkt, zu schaffen, zu dem Großserienhersteller voll elektrisch betriebene Fahrzeuge anbieten.
Vorarlberg hat sich mit dem Projekt VLOTTE bei der ersten Ausschreibung "Modellregion E-Mobilität" im Jahr 2008 beworben und den Zuschlag erhalten. Die Einführung der elektrischen Mobilität wird vorerst mit max. 4,7 Millionen Euro gefördert (30 % Förderquote), Anschlussförderungen wurden bei erfolgreicher Umsetzung in Aussicht gestellt. Die Bilanz nach einem Jahr VLOTTE kann sich wahrlich sehen lassen: 75 Elektrofahrzeuge sind auf der Straße, 32 Stromstellen wurden errichtet. Insgesamt legte die VLOTTE beeindruckende 150.000 km zurück. Ein noch besseres Ergebnis verhinderte nur die Tatsache, dass nicht genügend Elektrofahrzeuge auf dem Markt erhältlich sind.
2010 startet das Projekt VLOTTE in eine neue Phase. VLOTTE II wird den niederschwelligen Zugang zur Elektromobilität gewährleisten. Im Rahmen der nächsten Projektphase soll jeder dritte Vorarlberger mittelfristig Zugang zur Elektromobilität erhalten. Erreicht werden soll dies durch die Errichtung so genannter Mobilitäts-Hubs. An solchen Verleihstationen für Elektromobilität sollen zukünftig Elektroautos, Roller und Fahrräder ausgeliehen werden können.
VLOTTE II beinhaltet zusätzlich einen Ausbau der Carsharing-Möglichkeiten für Unternehmen. Firmenfuhrparks sollen zukünftig auf die Vorteile der gemeinsamen Nutzung von Elektrofahrzeugen zurückgreifen können. Einen weiteren Schritt in die Zukunft setzt VLOTTE II mit der Implementierung von E-Fahrzeugen in das Vorarlberger Tourismusangebot. Neben dem kontinuierlichen Ausbau der E-Fahrzeugflotte strebt die VEA auch eine Erweiterung des Projekts auf einspurige Fahrzeuge wie Elektroroller oder Elektrofahrräder an.
VLOTTE findet internationale Beachtung
Mit dem Projekt VLOTTE leistet Vorarlberg Pionierarbeit bei der Einführung der Elektromobilität. Das Projekt sorgt mittlerweile nicht nur regional, sondern auch international für Aufsehen. Nach dem ersten Jahr lässt sich eine überaus positive Zwischenbilanz ziehen. Gemeinsam mit London und Berlin gehört Vorarlberg zu den größten Modellregionen für Elektromobilität in Europa.
Das Feedback der VLOTTE-Kunden ist absolut positiv und die bisherigen Erfahrungen zeigen eindeutig, dass Elektromobilität funktioniert. Das Ersetzen von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor durch Elektrofahrzeuge in den Unternehmensfuhrparks verlief absolut reibungslos. Nach einer kurzen Phase anfänglicher Berührungsängste werden die Elektromobile von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sogar überdurchschnittlich oft für Betriebsfahrten reserviert. Die Beschäftigten in den teilnehmenden Unternehmen haben rasch erkannt, dass ein Umstieg auf die Elektromobilität keinerlei Komfortverlust bedeutet und sind stolz darauf, mit einem umweltfreundlichen Elektrofahrzeug unterwegs sein zu können.
Mehr Infos unter: www.vlotte.at
Fahrzeuge
In der Modellregion Vorarlberg werden verschiedene Fahrzeugkonzepte und unterschiedliche Akkusysteme praktisch erprobt und ausgewertet. In Vorarlberg sind 94% aller Autofahrten unter 50 km. Entsprechend dem Bedarf der Kundinnen und Kunden werden vom kleinen 2-Sitzer über Kleintransporter, Lieferwägen und Kleinbusse mehrere Modelle angeboten.Die Fahrzeuge sind robuste Karosserien etablierter Hersteller aus Japan, Frankreich, Deutschland und Italien. Die elektrische Ausrüstung erfolgt von Spezialfirmen mit jahrelanger Erfahrung auf diesem Gebiet und wurde für alle Fahrzeuge direkt vom Hersteller des Grundfahrzeugs abgenommen. Je nach Größe und Fahrweise verbrauchen die angebotenen Fahrzeuge etwa 18 KWh Strom auf 100 km. Das entspricht dem Energieinhalt von nur 1,8 Liter konventionellem Kraftstoff.
Gemeinsam mit dem Kooperationspartner Fiat Rohrer in Rankweil werden aufgrund der Knappheit am Markt auch Fahrzeuge der Marke Fiat 500 umgebaut und mit einem Elektromotor ausgestattet. Abhängig von der zeitgerechten und vollständigen Lieferung der einzelnen Komponenten können zwei Fahrzeuge pro Woche umgerüstet werden.
Die gesamte Energie, die im Rahmen des VLOTTE-Versuchs für die Betankung der Elektrofahrzeuge benötigt wird, wird durch zusätzliche erneuerbare Energiequellen aufgebracht. Im August 2009 entstand auf dem Gelände von illwerke vkw in Bregenz in Kooperation mit der Rhomberg-Tochter Goldbeck Rhomberg in Rekordbauzeit eine Fotovoltaikanlage, die die benötigte Energie für den Jahresverbrauch von rund 45 Elektroautos erzeugen wird. Auf einer Gesamtfläche von insgesamt 1330 Quadratmetern wurden auf dem Dach einer bereits vorhandenen Hochgarage insgesamt 270 PV-Module montiert. Die Module verfügen über eine Gesamtnutzfläche von rund 460m² und liefern eine Jahreserzeugung von ca. 60.000 kWh.
illwerke vkw sorgt im Rahmen des Projekts für den Ausbau der Stromstellen-Infrastruktur in Vorarlberg: Nach Abschluss der unterschiedlichen Prüfungs- und Genehmigungsverfahren erfolgte im Herbst 2009 die Montage der ersten öffentlich zugänglichen VLOTTE-Stromstelle auf dem ÖAMTC Gelände neben dem Dornbirner Messepark. Die VLOTTE-Stromstellen verfügen über ein Park & Charge-Zugangssystem und zwei 16-Ampère Steckdosen. VLOTTE Kunden und Park & Charge-Teilnehmer können ihr Fahrzeug während der Parkzeit kostenlos aufladen. Bis dato konnten in Vorarlberg insgesamt 30 Stromstellen realisiert werden.
Statt des Fahrzeugkaufs wird den VLOTTE-Kunden eine „Mobilitätskarte“ für etwa
Euro 500,- pro Monat (genaue Höhe abhängig vom Fahrzeugtyp) angeboten. Die Mobilitätskarte beinhaltet neben dem Fahrzeugleasing auch Wartungskosten der elektrischen Teile, eine Netzkarte für den Vorarlberger Verkehrsverbund und die kostenlose Betankung an allen öffentlichen Stromstellen. Nach vier Jahren wird das Fahrzeug vom Kunden zu einem Restwert von 25% des Anschaffungswerts gekauft. Zusätzlich erhalten VLOTTE-Kunden eine kostenlose ÖAMTC-Mitgliedschaft für die Jahre 2009 und 2010.
Mehr Infos zu den Fahrzeugen unter: www.vlotte.at
Youtube-Video VLOTTE
Youtube-Video VLOTTE II
Youtube-Video VLOTTE III


