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.Salzburg als Modellregion für Elektromobilität
Ende März werden die ersten Elektroautos im Rahmen von ElectroDrive auf Salzburgs Straßen geschickt. Bis Jahresende sollen weitere 50 Ladestationen bereit stehen. Im Dezember 2009 wurde die ElectroDrive Salzburg GmbH – eine 100%-Tochter der Salzburg AG – vom Klima- und Energiefonds als Modellregion für Elektromobilität ausgezeichnet. Das bedeutet für ElectroDrive 1,9 Millionen Euro Förderung, die bis 2012 in den Ausbau der Ladestationen investiert, für die Anschaffung neuer Elektrofahrzeuge bereitgestellt und für begleitende Studien und Grundlagenarbeit zum Thema Elektromobilität verwendet werden. Seit Jahresbeginn ist Alois Schößwendter neuer Geschäftsführer von ElectroDrive. Mit e-connected sprach er über die Zukunft der Elektromobilität in Salzburg.
e-connected: Der Startschuß für ElectroDrive fiel im April 2009. Anfang dieses Jahres zog sich der interimistische Geschäftsführer Michael Strebl aus seiner operativen Tätigkeit zurück und übergab seine Agenden an Sie. Wie sieht Ihre erste Bilanz aus?
Alois Schößwendter: ElectroDrive ist nun aus der Projekt-Phase in die Linien-Phase gekommen. Das allein ist schon als Erfolg zu werten. Das Interesse an Elektromobilität von Seiten der Öffentlichkeit nimmt permanent zu. Die Nachfrage ist enorm. Allein der immer noch relativ hohe Preis erschwert die Breitenwirksamkeit. Aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich das ändert. Der Markt ist bereits stark in Bewegung.
e-connected: Welche Erfahrungen machten Sie mit Elektrofahrrädern?
Alois Schößwendter: Im Herbst 2009 hatten wir erstmals einen Engpass bei E-Bikes und kamen mit den Bestellungen nicht nach. Jetzt haben wir uns breiter aufgestellt und bei verschiedenen Herstellern geordert. Wir haben ausschließlich Premiumprodukte zu einem fairen Preis im Programm. Unsere Pedelecs kommen vom bayrischen Hersteller AVE und seit kurzem auch von KTM. Sie kosten zwischen € 1.900 und 2.500. Die monatliche Leasingrate beträgt € 34,90 bei einer Anzahlung von € 300. Nach 42 Monaten besteht die Möglichkeit, die E-Bikes auch zu erwerben. Das gilt auch für unsere Elektroroller.
e-connected: Wie sieht die Versorgung mit Ladestationen momentan aus und was ist noch geplant?
Alois Schößwendter: Derzeit stehen in Salzburg 17 öffentliche Ladestationen, die von ElectroDrive Salzburg Kunden gratis genutzt werden können. Bis Ende 2010 möchten wir insgesamt 50 Ladestationen im Bundesland aufgestellt haben. Für die Ladestationen verwenden wir ausschließlich Ökostrom. Somit sind die Fahrzeuge, die an diesen Stationen betankt werden, im Betrieb praktisch zu 100% emissionsfrei. In den Ladestationen fließt ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien im Sinne des Ökostromgesetzes, also Kleinwasserkraft, Windkraft, Fotovoltaik, Biomasse oder Biogas. Dadurch wird die Umweltbilanz der Fahrzeuge entscheidend erhöht.“
e-connected: Wann kommen die Elektroautos?
Alois Schößwendter: Wir haben rund 100 Elektroautos vorbestellt. Ende März werden die ersten geliefert. Es gibt auch schon Vorbestellungen. Die Interessenten sind derzeit hauptsächlich Gewerbekunden, darunter viele touristische oder gastronomische Unternehmen. Die ersten 20 der E-Autos sind Thinks. Im Herbst werden dann Elektroautos von Citroen und Mitsubishi dazukommen.
e-connected.at: Wo liegt Ihrer Meinung nach der Erfolgsfaktor von ElectroDrive?
Alois Schößwendter: Der Erfolgsfaktor liegt eindeutig beim Gesamtkonzept von ElectroDrive, das neben E-Fahrzeugen, Ladestationen, Versicherungen und Wartungsarbeiten zu einem günstigen Leasingpreis anbietet. Dieses Geschäftsmodell ist mittlerweile eine Marke, die vom Mobility House betreut wird und das Nachahmer in anderen Bundesländern finden soll. Vor kurzem wurden mit dem Burgenland entsprechende Verträge unterschrieben. ElectroDrive ist ein wichtiges Projekt zur Einführung der Elektromobilität in Österreich.
e-connected: Danke für das Gespräch.


