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e-connected - Initiative für Elektromobilität und nachhaltige Energieversorgung

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Solarenergie und Elektromobilität

© Wien Energie Wien Energie investiert in den nächsten fünf Jahren 870 Millionen Euro in Versorgungssicherheit, Erneuerbare Energielösungen und Innovation. Der Fokus dabei ist klar: Alleine rund 100 Millionen Euro fließen davon in eine „Solaroffensive“ mit dem Ausbau von Photovoltaikflächen und weitere 15 Millionen Euro in die Errichtung von 1.000 neuen öffentlichen Elektrotankstellen. Bis zum Jahr 2030 plant Wien Energie eine zusätzliche installierte Photovoltaik-Leistung von 600 Megawatt. Das entspricht einer Fläche von rund 1.300 Fußballfeldern oder rund zehnmal dem Bezirk Wien-Mariahilf.

Eine der Trägerraketen der „Solaroffensive“ von Wien Energie ist die Ökostrom-Novelle aus dem vergangenen Jahr. Sie macht es Stadtbewohnern erstmals möglich, auf diese Form der erneuerbaren Energie aktiv zuzugreifen. „Mit den neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen wurde die Basis zur Errichtung von Solaranlagen auf Dächern von Mehrparteienhäusern gelegt. Als Wien Energie haben wir rasch ein markttaugliches Modell entwickelt, nun werden im Frühjahr gemeinsam mit Wohnbaugesellschaften die ersten Projekte baulich umgesetzt“, so der Vorsitzende der Wien Energie-Geschäftsführung Michael Strebl. „Viele Dächer werden in den nächsten Jahren zu Kraftwerken. Mieter und Eigentümer von Wohnungen in Wien können dann Solarstrom direkt vom gemeinsamen Hausdach nutzen und die eigene Stromrechnung entlasten.“

Theoretisch ist jede mit Sonne bestrahlte Fläche für Photovoltaik nutzbar. In der Praxis jedoch nur Flächen, die zu vertretbaren Kosten für Solarstrom genutzt werden können. Laut Statistik Austria gab es 2011 in Wien rund 154.000 Wohnhäuser. Davon sind rund  68.000 Mehrfamilienhäuser. Eine Gemeinschafts-Photovoltaik-Anlage könnte aus Sicht von Wien Energie auf bis zu 10 Prozent dieser Mehrfamilienhäuser stehen. Das können auch bereits bestehende Wohnhäuser sein, wie Gemeindebauten, Genossenschaftsanlagen oder klassische Zinshäuser. Österreichweit geplant ist auch der Ausbau der Solarstromerzeugung mit Unternehmen und Gemeinden – etwa auf Wirtschaftsgebäuden oder Grünflächen.

1.000 neue Ladestellen: E-Mobilität nimmt Fahrt auf

Im Februar hat Wien Energie im Auftrag der Stadt Wien den Ausbau von 1.000 neuen öffentlichen Ladestellen für E-Autos in Angriff genommen. Bis Ende 2020 wird so ein flächendeckendes Netz im Stadtgebiet geschaffen. Strebl: „Für das gesamte Projekt investieren wir 15 Millionen Euro. In mehreren Bezirken wird derzeit gebaut, die ersten Ladestationen werden im April in Betrieb gehen. Bis Mitte des Jahres entstehen 230 neue öffentliche Ladestellen mit jeweils 11 Kilowatt Leistung zum beschleunigten Laden in ganz Wien.“ Ein wichtiger Baustein im Projekt war eine Bürgerbeteiligung,  die im Herbst 2017 auf reges Interesse stieß. Insgesamt wurden von Wien Energie-Kunden 8.000 Gutscheinpakete geordert und 2 Million Euro in die Elektromobilität investiert. Wien Energie hat derzeit schon 550 Ladestellen in Garagen, Einkaufszentren oder am Flughafen Wien in Betrieb.
 
Solarstrom auf Wohngebäuden und Elektromobilität sind auch Thema im Forschungs- und Innovationsprojekt „Viertel Zwei“. Hier werden gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern auch neue, digitale Tarifmodelle bei Strom oder die Blockchain-Technologie erprobt werden. 2017 konnte Wien Energie den ersten realen Gasdeal über Blockchain abwickeln, 2018 geht das Unternehmen einen Schritt weiter und bringt die neue Technologie zum Endkunden.
 
„Wir werden dieses Jahr ein Feuerwerk an erneuerbaren und innovativen Energieprojekten zünden“, so Strebl. Die Basis dafür wurde unter anderem mit der Innovation Challenge 2017 gelegt. Mehr als 180 junge Unternehmen aus Europa, USA und anderen Teilen der Welt bewarben sich, um mit Wien Energie an smarten Lösungen zu arbeiten. Entstanden sind der Service Chatbot BotTina, Kraftwerks-Inspektion mit Augmented Reality-Brillen und smarte Drohnen, die PV-Anlagen und Windräder automatisiert warten.
 
Die Zusammenarbeit mit Start-Ups öffnete neue Wege für Wien Energie. Die jungen Unternehmen punkten mit Schnelligkeit und kreativem Querdenken. Wien Energie bringt Erfahrung, Ressourcen und Marktzugang. Eine fruchtbare Kombination: Was im Vorjahr noch Ideen waren, wird 2018 in marktreife Produkte und Geschäftsmodelle überführt.
 
Positiver Geschäftsverlauf 2017
 
Die Basis für den Investitionsschub im Bereich Versorgung, Innovation und erneuerbare Energien liefern gute wirtschaftliche Zahlen. Wien Energie hat im Jahr 2017 ein Ergebnis von 86,2 Millionen Euro erzielt. Das ist eine deutliche Verbesserung zu dem von Sondereffekten geprägten Vorjahr. Der Umsatz konnte um über 10 Prozent auf 1.226,6 Millionen Euro gesteigert werden. Der Cashflow verringerte sich hingegen leicht auf 209,1 Millionen Euro.
 
Wien Energie-Geschäftsführer und Finanzchef Peter Gönitzer: „Die Gründe für die positive wirtschaftliche Entwicklung waren im vergangenen Jahr auf der einen Seite die  konstant gestiegenen Strompreise, auf der anderen Seite die bessere Auslastung unserer Kraftwerke und die Folgen des sehr kalten Jänner und Februar. Dazu kam ein niedrigerer Aufwand für das Personal verbunden mit den positiven Effekten unserer Reorganisation und effizienteren Prozessen. Mit dem Optimierungsprogramm konnten wir eine nachhaltige Ergebnisverbesserung im Jahr von 87 Millionen Euro erzielen.“
 
Der durchschnittliche Personalstand von Wien Energie im Konzern lag bei 2.568 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, das sind um 84 Vollzeitäquivalente weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang ist auf die Maßnahmen aus dem konzernweiten Personalprogramm der Wiener Stadtwerke zurückzuführen. Das Programm startete im Herbst 2016 und läuft noch bis Dezember 2018. Bis Ende 2017 wurden bei Wien Energie rund zwei Drittel des geplanten Programms umgesetzt.
 
„In Zukunft rechnen wir damit, dass sich die Beschäftigungslage in der Energiebranche stabilisiert. Durch Digitalisierung und zusätzliche Wertschöpfung werden bei Wien Energie sogar 250 neue Jobs in den nächsten fünf Jahren entstehen“, sagt Gönitzer. „Wir suchen die besten Köpfe. Diese haben bei uns alle Chancen und sollen mithelfen, Innovationen mit Startups im  Unternehmen voranzutreiben. Erst vor kurzem haben wir ein Trainee-Programm ins Leben gerufen, wo wir insbesondere Studierende und Absolventen aus den MINT-Fächern rekrutierten.“ Trotz des kältesten Jänners seit 30 Jahren war das Jahr 2017 temperaturbezogen in Summe auf dem Niveau von 2016. Das spiegelt sich auch in den Absatzzahlen wieder. Der Absatz bei Gas sank leicht um 1,5 Prozent auf 6.527,8 Gigawattstunden, der Wärmeabsatz konnte hingegen um 1,3 Prozent auf 6.133,6 Gigawattstunden gesteigert werden. Der Stromabsatz bewegte sich mit 9.019,3 Gigawattstunden etwas unter dem Vorjahr. Der Gesamtenergieabsatz von Wien Energie lag somit mit 21.680,7 Gigawattstunden auf dem Niveau des Vorjahres.
 
Die Erzeugung von Wien Energie lag 2017 mit 11.435,9 Gigawattstunden um 1,7 Prozent über dem Vorjahr. Nach dem sehr kalten Jahresstart 2017 mit einem deutlichen Erzeugungsplus dämpfte vor allem der warme Herbst und Winteranfang im letzten Quartal 2017 diese Entwicklung.
 
Dazu Wien Energie-Geschäftsführer und Technikchef Karl Gruber: „Wegen des frostigen und windreichen Jänners bzw. der kalten ersten Februarhälfte und der zunehmend volatilen Erzeugung von Solar- und Windenergie hat sich die Zahl der Einsätze unserer thermischen Kraftwerke im vergangenen Jahr stark gesteigert. Wien Energie hat dem österreichischem Übertragungsnetzbetreiber und Regelzonenführer Austrian Power Grid (APG) 195 Mal bzw. 1.296 Stunden bei der Stabilisierung der Stromnetze geholfen.“ Im Vergleich zum Vorjahr hat sich damit die Zahl der Einsätze durch die Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen zur Netzstabilisierung von 88 auf jetzt fast 200 Einsätze mehr als verdoppelt. 2013 waren es überhaupt erst 15 Einsätze.
 
So wie im vergangenen Jahr hatte Wien Energie der APG auch für den Sommer 2017 eine Reserveleistung von 800 Megawatt zur Verfügung gestellt. Zum ersten Mal hat Wien Energie  im Winterhalbjahr 2017/18 auch für Deutschland eine Netzreserve bereitgestellt. Für den größten deutschen Netzbetreiber, die TenneT, stellte Wien Energie für das Engpassmanagement 278 Megawatt zur Verfügung. Gruber: „Trotz verstärkten Einsatzes der thermischen Anlagen konnten wir den Anteil der erneuerbaren Energien an der Gesamterzeugung bei 21 Prozent stabil halten.“ „Die Kälteperioden im Jänner 2017 und Februar 2018 haben gezeigt, wie unverzichtbar unsere thermischen Kraftwerke für die künftige Versorgung mit Strom und Wärme sind“, erklärt Strebl. „Die KWK-Anlagen von Wien Energie sichern nicht nur die Wärmeversorgung in Wien, sondern haben auch eine Blaulicht-Funktion für die Stabilisierung des Stromnetzes in ganz Österreich. Immer, wenn wir gebraucht werden, sind wir da. Um Engpässe in der Versorgung auch in Zukunft zu schließen, hat der österreichische Übertragungsnetzbetreiber APG für den Sommer 2018 übrigens erst vor wenigen Tagen eine Reserveleistung von 1.400 Megawatt bei Wien Energie vertraglich angefordert“, so Strebl.  Die beiden KWK-Anlagen von Wien Energie in Simmering und Donaustadt zählen zu den modernsten und umweltfreundlichsten Anlagen in Europa. Sie können über 1 Million Haushalte mit Strom und mehr als 380.000 Haushalte mit Fernwärme versorgen. 22.3.2018
 
 


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