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Trend Carsharing

Horst Bernegger, Partner und Automotive-Experte bei PwC Österreich © PwC Österreich „Im Zuge der automobilen Revolution werden viele Regeln, an die sich die Branche über Jahrzehnte gewöhnt hat, auf den Kopf gestellt. Der heutige Normalfall, dass die meisten Menschen selbst mit ihrem eigenen Auto fahren, wird in wenigen Jahren nur noch ein Mobilitätskonzept unter vielen sein“, erklärt Horst Bernegger, Partner und Automotive-Experte bei PwC Österreich. So geht die Studie davon aus, dass 2030 bereits mehr als jeder dritte gefahrene Kilometer auf einer der vielen Formen von „Sharing“ beruhen wird.

Die Zukunft des Autofahrens wird „eascy”: Electrified (=Elektroantrieb), Autonomous (=selbstfahrende Fahrzeuge), Shared (=Carsharing-Konzepte), Connected (Vernetzung zwischen den Fahrzeugen) und Yearly updated (=Regelmäßiger Fahrzeugtausch in kürzeren Abständen). Diese fünf Trends skizziert die aktuelle Automotive-Studie „Eascy – Five trends transforming the Automotive Industry“ von PwC. Durch neuartige ‚Carsharing‘-Konzepte könnte sich der Fahrzeugbestand in Europa von 280 auf 200 Millionen und in den USA von 270 auf 212 Millionen reduzieren. Gleichzeitig müssen die Autos wegen der intensiveren Nutzung aber sehr viel häufiger ausgetauscht werden.

Elektroautos und selbstfahrende Fahrzeuge treiben Wandel voran
 
Die starke Entwicklung zum Carsharing geht mit zwei Megatrends in der Fahrzeugtechnik einher – der Elektrifizierung von Antriebssystemen und den großen Fortschritten in der Entwicklung von selbstfahrenden Autos. Laut PwC-Szenario dürfte es 2030 bei vier von zehn zurückgelegten Kilometern nicht mehr der Fahrer sein, der das Auto lenkt, sondern das Auto selbst. Bei 55 Prozent aller neuen Fahrzeuge könnte es sich zudem um Elektroautos handeln, während der konventionelle Verbrennungsmotor langsam aussterben wird. Es wird erwartet, dass die Entwicklung in Europa und den USA in einem ähnlichen Tempo vorangehen wird. Im Gegensatz dazu wird in China die Marktdurchdringung mit Carsharing und autonomer Mobilität schneller erfolgen als in der westlichen Welt. Dadurch könnte China zum führenden Markt im Wandel der Automobilindustrie werden.
 
„Die unterschiedlichen Trends werden sich gegenseitig verstärken“, so Bernegger. „Zum Beispiel sind Elektroautos dank ihrer einfacheren Antriebstechnik weniger fehleranfällig, was ein entscheidender Vorteil ist, wenn Fahrzeuge gemeinsam und dadurch intensiver genutzt werden. Selbstfahrende Fahrzeuge könnten in Kombination mit Carsharing-Konzepten wiederum faktisch ‚Robotaxis‘ werden.“ In Kombination werden die verschiedenen Megatrends dazu führen, dass sich der Straßenverkehr generell stark verändern wird. Wenn immer mehr Menschen auf Carsharing-Modelle setzen, wird es bis 2030 voraussichtlich wesentlich weniger Autobesitzer geben. Gleichzeitig wird jedoch der Individualverkehr stark zunehmen. Die zurückgelegten Fahrkilometer pro Person könnten in Europa bis 2030 um 23 Prozent ansteigen. Die Prognosen für die USA zeigen einen Anstieg um 24 Prozent und für China sogar um 183 Prozent. Eine der Ursachen dafür ist neben dem Bevölkerungswachstum die Tatsache, dass auch solche Menschen selbstfahrende Autos nutzen werden, die heute nicht selbst am Steuer sitzen können. Ein weiterer Grund ist, dass die Entwicklung von vollautonomen Fahrzeugen viele Leerfahrten bedeuten wird, wenn die ‚Robotaxis‘ von A nach B fahren müssen, um neue Passagiere abzuholen. „Die Straßen werden definitiv voller werden“, ist sich Horst Bernegger sicher. Dennoch sieht er kein Chaos auf uns zukommen – ganz im Gegenteil: „Dank zunehmender Vernetzung wird der Individualverkehr in Zukunft wesentlich leichter zu organisieren sein.“
 
„Automobilhersteller und ihre Zulieferer werden in den kommenden Jahren wichtige Entscheidungen für ihre Unternehmen treffen müssen“, bestätigt Horst Bernegger von PwC Österreich. Einerseits werden sie mit fallenden Margen kämpfen müssen – vor allem unter dem Druck der führenden Flottenbetreiber –, während sie andererseits deutlich mehr in neue Werke, Elektromobilität und andere Megatrends investieren müssen. Zugleich sehen neue Wettbewerber aus der Technologiebranche die Chance, in den Markt zu drängen. Dadurch könnte sich der Anteil klassischer Player an den globalen Branchengewinnen von derzeit 85 Prozent bis 2030 auf weniger als 50 Prozent verringern, schätzt eine parallel veröffentlichte Studie der PwC- Strategieberatung Strategy&. Berneggers Prognose lautet daher: „Wer dauerhaft erfolgreich bleiben will, muss sich entweder auf Produktseite als klarer Innovationsführer behaupten – oder Mobilität als Service verstehen und seinen Kunden einfach zu nutzende, bequeme und günstige Angebote bieten“. Die gesamte Studie finden Sie hier. 17.1.2018
 


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